Wie ich es erlebt habe

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit meinen ganz persönlichen Eindrücken, die ich von der Endrunde mitgenommen habe und hebt sich daher vom restlichen Inhalt ab. Es wird keinerlei weitere Information zur Endrunde genannt. Daher empfehle ich den Text nur zu lesen, falls man Interesse an der Sichtweise eines Nicht-Teilnehmers hat.

Schon vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich denn nicht für eine paar Tage einen Blog rund um die diesjährige Endrunde des BWINF schreiben möchte. Da meine zwei größten Leidenschaften das Schreiben und die Fotografie sind, klang das natürlich im ersten Moment sehr spannend für mich. Im zweiten Moment habe ich dann aber überlegt, worum es denn überhaupt in einem solchen Wettbewerb geht. Die Teilnehmer lösen Aufgabe, die ihnen gestellt werden. Da kamen Fragen, wie „was soll ich denn da überhaupt schreiben?“ und „ließt sowas jemand?“ in mir auf. Nach längerem Überlegen hatte ich dann aber beschlossen, die Aufgabe zu übernehmen. Schließlich wurde mir in dieser Zeit auch eine Freistellung vom Unterricht angeboten ;-).

Nun sind die Tage vergangen, und bereue ich es? Auf keinen Fall. Es war eine sehr gute Entscheidung. Ich betrachte die Zeit dabei auf zweierlei Weisen: einmal im Bezug auf das Verbessern meiner Fähigkeiten und einmal schlichtweg einfach der Spaß, den ich hatte.
Die Endrunde des BWINF hat mir die Möglichkeit gegeben, einen bestimmten Arbeitsalltag zu „simulieren“, den ich vielleicht später erleben werde. Als Journalist oder Schriftsteller hat man einen ähnlichen Ablauf, wie ich ihn die letzten Tage erlebt habe. Man ist mehr oder weniger den ganzen Tag beschäftigt mit Schreiben, Fotografieren, Bearbeiten von Fotos und Hochladen von Beiträgen. Manche Phasen können dabei besonders anstrengend sein, andere wiederum sind sehr entspannt. Aber letztendendes hat es sich nie wie „Arbeit“ angefühlt. Natürlich hatte ich Stress und war am Ende des Tages fertig, aber da es mir Spaß gemacht hat, war das halb so wild. Statt mich am Morgen aus dem Bett zu quälen, bin ich regelrecht aufgesprungen und habe mich an einen Beitrag gesetzt. Und das auch, wenn ich eigentlich viel zu wenig geschlafen habe. Einfach nur deshalb, weil ich mich darauf gefreut habe, zu „arbeiten“. Und ich glaube, dass ist auch der Sinn eines Berufes (insoweit ich das in meinem Alter einschätzen kann). Man sollte sich nicht quälen, um sein Geld zu verdienen.
Mir hat dieser Blog in Verbindung mit den Gegebenheiten der Endrunde einfach gezeigt, dass die auf den ersten Blick negativen Seiten eines Berufes, wie Journalist, für mich garnicht so ins Gewicht fallen. Den ganzen Tag beschäftigt sein, früh aufstehen, ständig umherlaufen usw. macht mir nichts aus.
Außerdem haben mich die Zahlen beeindruckt, welche mir die Blog-Statistik anzeigt. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Beitrag hier verfasse, hat der Blog 10446 Aufrufe von 1025 unterschiedlichen Besuchern. Das sind Werte, die ich nicht im Leben erwartet hätte. In Kombination mit dem Verhältnis zwischen Lob und Kritik, die ich erhalten habe, habe ich auch das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Und das gibt zeigt mir, dass ich genau so etwas in meinem Leben machen will.
Für diese Erkenntnis, die meine Zukunftspläne nach der Schule sicherlich beeinflussen wird, möchte ich denen danken, die mir das ermöglicht haben. Danke.

Aber nicht nur in dieser Hinsicht war die Endrunde für mich eine Bereicherung. Ich habe auch eine ganze Menge Spaß gehabt. Ich konnte mich gut mit den Teilnehmern unterhalten, und das obwohl ich nicht unbedingt dazu gehörte. Selbst mein doch im Vergleich recht mageres Informatikwissen wurde akzeptiert und man hat mir sogar versucht etwas beizubringen. Was mal mehr und mal weniger funktioniert hat. Zum Glück war es aber nicht im geringsten ein Problem, mal nicht über Informatik zu reden ;-).
Ich war außerdem bei den verschiedenen Aktivitäten dabei, die den Teilnehmern geboten wurden. Mal abgesehen vom Essen (was wirklich immer vorzüglich geschmeckt hat!) gab es schließlich einiges zu erleben. Besonders viel Spaß hat der Abend in der Laser-Factory Jena gemacht. Da waren die Teilnehmer durch ihr informatisches Wissen mal ausnahmsweise nicht im Vorteil ;-).
Somit hat die Endrunde nicht nur neue Freundschaften zwischen den Teilnehmern hervorgebracht, sondern auch ich habe neue und nette Freunde kennengelernt, zu denen der Kontakt vielleicht auch über die letzten Tage hinaus besteht.

Zusammenfassend hatte ich wirklich sehr schöne Tage. Ich habe „gearbeitet“ ohne das es sich so angefühlt hat, ich habe geredet, gelernt und gelacht, ich habe mich viel bewegt, ich habe mir flüchtig bekannte Menschen besser kennen gelernt und gleichzeitig neue Freunde gefunden. Ab Montag wird es für mich wieder in die Schule gehen und der Alltag wird mich einholen. Was aber bleibt ist die Erinnerung und besonders für mich die Erkenntnis, was ich aus meinem Leben machen will.

Vielen Dank

Max

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